Mit einem Umsatzwach­s­tum von 7,48% im ersten Hal­b­jahr haben die Mit­glied­sun­ternehmen des Fachver­ban­des Gas­tronomie- und Großküchenausstat­tung (GGKA) eine erfreuliche Entwick­lung gemeldet. Der Ver­band rech­net dadurch auch mit einem pos­i­tiv­en Gesamt­jahre­sergeb­nis, selb­st wenn die Betriebe für das 2. Hal­b­jahr mehrheitlich nur noch ein schwach­es Wach­s­tum gegenüber der Vor­jahres­pe­ri­ode erwarten, so das Ergeb­nis ein­er Umfrage anlässlich der Fachmesse „Hogatec“ in Düsseldorf.

Wichtig­ster Fak­tor für die Entwick­lung sind die Kun­den­di­en­s­tum­sätze, die um 11,4% gestiegen sind, nach­dem sie im Jahr 2007 erst­mals seit 2002 leicht zurück­ge­gan­gen waren. Diesen Geschäfts­bere­ich rentabel zu führen, ist eine Ker­nauf­gabe der Unternehmen. Dabei ste­ht der Kun­den­nutzen, die lück­en­lose Betrieb­s­bere­itschaft von Geräten, ganz im Vorder­grund. Da jedoch kurzfristige Ein­sätze, ins­beson­dere am Tages­rand teuer sind, kommt der Wartung von Geräten eine zunehmende Bedeu­tung zu. Da für den Stör­di­enst kurze Reak­tion­szeit­en nötig sind und auch Ein­sätze außer­halb der Kernzeit, sind damit oft höhere Kosten ver­bun­den. Dies hat Kun­den mehr und mehr dazu ver­an­lasst, in die vor­beu­gende Wartung zu investieren. Die GGKA-Mit­glieder arbeit­en immer stärk­er mit Wartungsverträ­gen und nutzen hier den Muster­ver­trag ihres Ver­ban­des und die Gerätecheck­lis­ten, in denen im Zusam­men­hang mit dem Ver­trag die durchzuführen­den Wartungsar­beit­en fest­gelegt sind. Alle diese Infor­ma­tio­nen ste­hen den Ver­bandsmit­gliedern unter www.ggka.de zur Verfügung.

Pos­i­tiv entwick­elt hat sich das Pro­jek­t­geschäft, das im 1. Hal­b­jahr 2008 um 6,8% über den Durch­schnittswerten des Vor­jahres liegt. Dieser Geschäfts­bere­ich verze­ich­net allerd­ings immer große Schwankun­gen, da es vorkom­men kann, dass einzelne große Pro­jek­te das Ergeb­nis überpropor¬tional bee­in­flussen. Kon­tinuier­lich­er ist das Han­dels­geschäft in sein­er Entwick­lung, das im Schnitt bei plus 5% lag. Großgeräte und Ein­rich­tun­gen kon­nten mit einem Zuwachs von 5,7% den pos­i­tiv­en Trend des Jahres 2007 fort­set­zen, ähn­lich­es gilt für Maschi­nen und Kleingeräte mit plus 5,3%. Küchen- und Servierg­eräte verze­ich­neten ein Wach­s­tum von 4,5% und Porzellan/Glas/Besteck von 3,6%, wobei hier die Streu­ung zwis­chen minus 6,5% und plus 11,2% lag.

Die Mehrheit der Mit­glieder erwartet für das 2. Hal­b­jahr eine gle­ich­bleibende, eventuell leicht erhöhte Umsatzen­twick­lung. Bei der Entwick¬lung des Roher­trags ist die Zahl der Unternehmen, die eine pos­i­tive Entwick­lung erwarten, fast eben­so hoch wie der­jeni­gen mit ein­er etwas skep­tis­cheren Erwartung. Dies liegt ganz klar daran, dass mit ein­er steigen­den Koste­nen­twick­lung und höheren Ein­stand­spreisen gerech­net wird, die nicht im notwendi­gen und vollen Umfang an die Kun­den weit­ergegeben wer­den können.

Die abschließende Frage im Stim­mungs­barom­e­ter bet­rifft immer die Härte des Wet­tbe­werbs, die von fast allen Unternehmen mit ein­er Zunahme beant­wortet wird. Dies hängt allerd­ings stark von der Mark­t­po­si­tion­ierung der Fach­han­del­sliefer­an­ten ab. Die zunehmende Stärke des Wet­tbe­werbs ver­langt von den Fach­han­del­sun­ternehmen eine zunehmende Pro­fes­sion­al­isierung. Hier­bei stellen sich die Fach­han­del­sun­ternehmen ten­den­tiell bess­er, die in Einkaufsver­bän­den zusam­mengeschlossen sind und so die notwendi­gen Mitar­beit­er­schu­lun­gen und Mar­ketingak­tiv­itäten auf mehreren Schul­tern verteilen können.

Mit Sorge beobachtet der Fach­han­del, dass einzelne Her­steller und Impor­teure sich nicht mehr auf ihre zen­tralen Ver­trieb­swege konzen­tri­eren, diese aus­bauen und in ihrer Qual­ität stärken, son­dern immer leicht­fer­tiger in Ver­trieb­skanäle liefern, die zwar einen hohen Umsatz ver­sprechen, let­ztlich hier aber vor allem ihre eigene Umsatz­max­imierung mit dem Ziel ein­er preis­bes­tim­menden Nach­fragemacht ver­fol­gen. Der Fach­han­del ver­ste­ht sich beim Klein­in­ven­tar als Flächen­ver­sorg­er, er hat eine Ausstel­lung, die der Bedeu­tung von Marken entspricht, eine Pro­duk­tvielfalt bietet und bei der Ein­führung von tech­nis­chen und Designin­no­va­tio­nen unverzicht­bar ist. Er ist die Bezugsquelle sowohl für seine Lager­ware wie auch für Besorg­er­ar­tikel und arbeit­et mit ein­er Mis­chkalku­la­tion. Reine C+C‑Konzepte kalkulieren anders, der After Sales — Ser­vice liegt nicht in ihrem Interesse.

Während sich mark­t­führende Her­steller mit klarem Fach­han­dels­fokus nicht auf C+C‑Vertriebswege ein­lassen, ist es oft die zweite Liefer­an­ten-Liga, die sich im Allka­nal — Ver­trieb ver­sucht. Der Fach­han­del sieht dies sehr kri­tisch, schon, weil seine Leis­tungs­fähigkeit immer auch mit der real­isier­baren Han­delss­panne zusam­men­hängt. Daher wurde in diesem Jahr auch wieder die Erhe­bung „Super­part­ner“ durchge­führt: Die Unternehmen bew­erten 135 unter­schiedliche Liefer­an­ten in 5 Sor­ti­ments­bere­ichen nach 7 unter­schiedlichen Kri­te­rien. Ins­ge­samt waren 945 Felder von jedem Unternehmen auszufüllen, weshalb sich die Erhe­bung über einen Zeitraum von 6 Monat­en erstreck­te. Es ist die wahrschein­lich umfassend­ste Befra­gung, die es in der Branche gibt. Die am besten bew­erteten Unternehmen sind Wüsthof, Bausch­er, MKN, Scholl und Feu­ma. Sie wur­den auf dem GGKA — Branchen­abend am 27.09.2008 in Düs­sel­dorf ausgezeichnet.

Zur Messe wurde auch die Garantie- und Gewährleis­tungsüber­sicht aktu­al­isiert. Fach­händler wie auch End­kun­den kön­nen hier auf einen Blick erken­nen, ob 6 oder 12 oder 24 Monate Gewährleis­tung gegeben wird, wie die Fris­ten für die Garantie auf Teile wie auch Arbeit­slohn sind. Die Über­sicht wurde auf Wun­sch des Fach­han­dels, aber auch von Her­stellern erweit­ert und umfasst nun ein Merk­blatt von 4 statt 2 DIN A4-Seit­en, das jet­zt auch optisch aufgew­ertet wurde. GGKA — Mit­glieder kön­nen es, auch in größer Stück­zahl, kosten­los in der Geschäftsstelle in Köln, Tel. 0221/94083–23, Fax ‑90, ggka@einzelhandel.de beziehen.

Auf dem Branchen­abend am 27.09.2008 wurde Got­tfried Schupp für seine Ver­di­en­ste für den Fach­han­del und den Fachver­band geehrt. Von der ersten Stunde im Jahr 1988 gehörte sein Unternehmen dieser Inter­essen­vertre­tung an, er selb­st arbeit­ete von Anfang an im Vor­stand mit, bis er im Jahr 1997 den Vor­sitz über­nahm, 6 Jahre selb­st an der Spitze des Ver­ban­des stand und diese Auf­gabe dann an Rudolf Lach­er über­gab. Vor­stand und Mit­gliederver­samm­lung hat­ten ein­stim­mig beschlossen, Got­tfried Schupp zum Ehren­vor­sitzen­den zu ernen­nen, eine Ausze­ich­nung, die außer ihm nur sein Vorgänger, der Grün­dungsvor­sitzende Gildo Calderoni erhielt. Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Mit­glied­sun­ternehmen weit­er gestiegen, es sind nun 58 Unternehmen, die zusam­men mehr als 2.000 Mitar­beit­er beschäfti­gen. Die Kun­den­di­en­st­mi­tar­beit­er machen davon etwa ein Drit­tel aus, über 80% aller Mitar­beit­er sind in Vol­lzeit angestellt. Die Zahl der ger­ingfügig beschäftigten Per­so­n­en liegt bei nur 4%, die Aus­bil­dungsquote, bezo­gen auf volle Stellen, bei 7,5%. Der Umsatz aller im Fachver­band GGKA organ­isierten Unternehmen, die an 77 Stan­dorten vertreten sind, beläuft sich auf über 400 Mio. Euro.