Mit dem Sozial­paket II wird eine schrit­tweise Erhöhung des Kurzarbeit­ergeldes einge­führt. Voraus­set­zung ist, dass die Arbeit­szeit um min­destens 50 % reduziert wurde. Für diese Beschäftigten steigt jet­zt das Kurzarbeit­ergeld ab dem vierten Monat auf 70 % (mit Kindern auf 77 %), ab dem 7. Monat auf 80 % (mit Kindern auf 87 %) des ent­gan­genen Net­tolohns. Bish­er zahlte die Bun­de­sagen­tur für Arbeit bei kinder­losen Beschäftigten 60 % und bei Beschäftigten mit Kindern 67 % des Net­toeinkom­mens. Diese Regelung gilt bis Ende 2020. Arbeit­nehmer in Kurzarbeit kön­nen nun vom 01.05. bis 31.12.2020 in allen Berufen bis zur vollen Höhe ihres bish­eri­gen Monat­seinkom­mens hinzu­ver­di­enen. Die Beschränkung auf sys­tem­rel­e­vante Berufe ist aufge­hoben. Die Tabellen zur Berech­nung des Kurzarbeit­ergelds gibt es auf der Home­page der Bun­de­sagen­tur für Arbeit und wer­den um die neuen Leis­tungssätze ergänzt. Außer­dem wurde der Vor­druck „Abrech­nungsliste Kurzarbeit­ergeld“ aktualisiert.

Verlängerung des Arbeitslosengeldes

Da derzeit kaum neue Jobs ver­mit­telt wer­den, soll sich die Bezugs­dauer des Arbeit­slosen­geldes I ver­längern – und zwar um drei Monate für all jene, deren Anspruch zwis­chen dem 1.05. und 31.12.2020 enden würde. Wer arbeit­s­los wird, bekommt bish­er zwölf Monate lang Arbeit­slosen­geld, das gilt für Arbeit­nehmer bis 50 Jahre – voraus­ge­set­zt, sie waren zuvor 24 Monate oder länger ver­sicherungspflichtig. Für Arbeit­slose ab 50 Jahren steigt die Bezugs­dauer nun schrit­tweise auf bis zu 24 Monate an. Voraus­set­zung: Sie waren 48 Monate oder länger ver­sicherungspflichtig. Die Höhe des Arbeit­slosen­gelds beträgt 60 % des let­zten Net­to-Ent­gelts, bei Arbeit­slosen mit Kindern sind es 67 %.

Das „Gesetz zu sozialen Maß­nah­men zur Bekämp­fung der Coro­na-Pan­demie (Sozialschutz-Paket II)“ trat am 28.05.2020 in Kraft und soll der außergewöhn­lichen Sit­u­a­tion auf dem Arbeits­markt und den fort­dauern­den Ein­schränkun­gen, bed­ingt durch die Coro­na-Pan­demie, Rech­nung tra­gen. . Infor­ma­tio­nen der Bun­desregierung zum Sozialpaket