Die Son­der­regelung für tele­fonis­che Krankschrei­bun­gen, die am 20. März einge­führt wurde, sollte die Arzt­prax­en während der Coro­na-Epi­demie ent­las­ten und die Arbeit­nehmer schützen. Diese Regelung wurde bere­its durch den Gemein­samen Bun­de­sauss­chuss (G‑BA) bis Ende Mai verlängert. 

Allerd­ings ver­längert der G‑BA die Son­der­regelung, wonach eine tele­fonis­che Krankmel­dung während der Coro­na-Krise möglich ist, nicht mehr. Ab dem 1.06.2020 gilt dann wieder, dass für die ärztliche Beurteilung, ob ein Patient arbeit­sun­fähig ist, eine kör­per­liche Unter­suchung beim Arzt vor Ort notwendig ist. Sollte sich das Virus jedoch wieder stärk­er aus­bre­it­en, behält der G‑BA sich vor auch kurzfristig eine neue Son­der­regelung zu beschließen, um eine tele­fonis­che Krankschrei­bung wieder zu erlauben.

Gle­ich­falls endet der Kündi­gungss­chutz für Mieter. Wegen der Coro­na-Krise trat im April 2020 ein Kündi­gungss­chutz für Mieter von gewerblichen und pri­vat­en Immo­bilien in Kraft, der auch Ende Juni aus­ge­laufen ist. Mieter, die ihre Miet­zahlun­gen krisenbe­d­ingt nicht leis­ten kon­nten, braucht­en keine Kündi­gung zu befürcht­en. Die Regelung betraf sowohl die Mieter von Wohn­raum, als auch Gewerbe­mieter, wie zum Beispiel Handw­erks­be­triebe, Einzel­händler und Pächter. Die Zahlungsrück­stände müssen allerd­ings spätestens nach zwei Jahren beglichen werden.