Kurzarbeit

Angesichts eines erneut dro­hen­den harten Lock­downs ab Mitte kom­mender Woche, soll­ten Unternehmen sich frühzeit­ig mit dem The­ma Kurzarbeit­ergeld auseinan­der­set­zen. Um die Belas­tun­gen der Coro­na-Pan­demie für Arbeit­nehmer und Arbeit­ge­ber abzufed­ern, hat das Bun­desk­abi­nett bere­its Anfang Herb­st die Ver­längerung des erle­ichterten Zugangs zum Kurzarbeit­ergeld beschlossen. Zudem wur­den Anreize geschaf­fen, die Zeit der Kurzarbeit in Weit­er­bil­dung zu investieren. 

Die Agen­tur für Arbeit zahlt das Kurzarbeit­ergeld als teil­weisen Ersatz für den durch einen vorüberge­hen­den Arbeit­saus­fall ent­fal­l­enen Lohn. Durch diese Ent­las­tung wird es Unternehmen erle­ichtert, ihre Arbeit­nehmerin­nen und Arbeit­nehmer weit­er zu beschäfti­gen. Durch Kurzarbeit kön­nen Kündi­gun­gen häu­fig ver­mieden werden.

Zusam­menge­fasst: die Bun­desregierung hat das Kurzarbeit­ergeld erhöht und die Bezugs­dauer ver­längert — so sollen Kündi­gun­gen ver­mieden werden. 

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Mit dem Sozial­paket II wird eine schrit­tweise Erhöhung des Kurzarbeit­ergeldes einge­führt. Voraus­set­zung ist, dass die Arbeit­szeit um min­destens 50 % reduziert wurde. Für diese Beschäftigten steigt jet­zt das Kurzarbeit­ergeld ab dem vierten Monat auf 70 % (mit Kindern auf 77 %), ab dem 7. Monat auf 80 % (mit Kindern auf 87 %) des ent­gan­genen Net­tolohns. Bish­er zahlte die Bun­de­sagen­tur für Arbeit bei kinder­losen Beschäftigten 60 % und bei Beschäftigten mit Kindern 67 % des Net­toeinkom­mens. Diese Regelung gilt bis Ende 2020. Arbeit­nehmer in Kurzarbeit kön­nen nun vom 01.05. bis 31.12.2020 in allen Berufen bis zur vollen Höhe ihres bish­eri­gen Monat­seinkom­mens hinzu­ver­di­enen. Die Beschränkung auf sys­tem­rel­e­vante Berufe ist aufge­hoben. Die Tabellen zur Berech­nung des Kurzarbeit­ergelds gibt es auf der Home­page der Bun­de­sagen­tur für Arbeit und wer­den um die neuen Leis­tungssätze ergänzt. Außer­dem wurde der Vor­druck „Abrech­nungsliste Kurzarbeit­ergeld“ aktualisiert.

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