Der Fach­han­del geht mit Zuver­sicht in das Jahr 2015 – weit über eine halbe Mil­liarde Euro Gesam­tum­satz im ver­gan­gen Jahr.

Auf der Mit­gliederver­samm­lung am 14.03.2015 in Ham­burg wurde der Vor­stand ein­stim­mig für die näch­sten drei Jahre in seinem Amt bestätigt. Einzig Ger­hard Trent­mann, Grün­dungsvor­stand seit 1988, kan­di­dierte nicht mehr. Der Vor­sitzende Rudolf Lach­er dank­te ihm für 27 Jahre Mitar­beit und ernan­nte ihn zum Ehren­mit­glied. Auf der Ver­samm­lung wurde fern­er die Umfrage zur Wirtschaft­slage vorgestellt: Um 3,9% legte der Umsatz der knapp 70 im Fachver­band organ­isierten Fach­händler zu, die für das Jahr 2015 eben­falls ein gutes Geschäft­skli­ma erwarten.

Für Rudolf Lach­er, Lach­er Großküchen GmbH in Darm­stadt ist es die fün­fte Amtspe­ri­ode, in der er den Fachver­band Gas­tronomie- und Großküchenausstat­tung führt. Seine Stel­lvertreter sind Astrid Loth von Chr. Huben­sack GmbH, Han­nover, Bernd Glock­er, Hoga­ka Profi GmbH, Ulm und Jochen Emmerich, Emmerich GmbH, Fürth. Weit­ere Vor­standsmit­glieder sind Har­ald Fuchs, Edgar Fuchs GmbH, Aschaf­fen­burg und Man­fred Hardt, Gebr. Hardt Großküchen- und Spül­tech­nik GmbH, Her­born. Geschäfts­führer des Ver­ban­des mit Sitz in Köln ist Thomas Grothkopp.

Auf der Mit­gliederver­samm­lung wurde auch über das Ergeb­nis der Umsatzum­frage informiert. Sie ergab eine Steigerung des Umsatzes im Jahr 2014 gegenüber 2013 von 3,9%. Der Großgeräte­bere­ich wies gegenüber dem Vor­jahr eine Steigerung von knapp 10% aus. Porzellan/Glas/Besteck lag 4,2% über dem Vor­jahre­sum­satz, bei Maschi­nen und Kleingeräten um 2%.

Sta­tis­tisch schw­er zu greifen ist das Pro­jek­t­geschäft. Es kann bei den einzel­nen Unternehmen zu Schwankun­gen von weit über 10% aus­machen und ist von den Spartenum­sätzen oft nur schw­er abzu­gren­zen. Soweit bei den Mel­dun­gen das Pro­jek­t­geschäft sep­a­rat aus­gewiesen wurde, liegt es im Durch­schnitt des Jahres 2014 um 10% über Vorjahr.

Eine über­pro­por­tion­al pos­i­tive Entwick­lung von über 10% hat­te der Kun­den­di­enst, den die große Mehrheit der GGKA-Händler anbi­etet. Auf der Mit­gliederver­samm­lung wur­den die ersten Ergeb­nisse der Kun­den­di­en­s­tum­frage vorgestellt. Die Tat­sache, dass 97% aller Unternehmen einen Entstör­di­enst am Woch­enende anbi­eten – bei der Umfrage im Jahr 2007 waren es nur 55% — ist ein Indiz für die Pro­fes­sion­al­isierung und einen umfassenden Kun­denser­vice. Als großer Vorteil mit­tel­ständis­ch­er Kun­den­di­en­stun­ternehmen gegenüber dem Werk­skun­den­di­enst ist, dass sie oft das gesamte Geräte­spek­trum der Gas­tronomie und der Gemein­schaftsverpfle­gung abdeck­en. Der hohe Aufwand beste­ht darin, stets aktuell auf ver­schiedene Geräte und Her­steller geschulte Tech­niker ein­set­zen zu können.

GGKA-Stim­mungs­barom­e­ter mit pos­i­tiv­er Umsatzerwartung

Die GGKA-Umfrage umfasst auch das tra­di­tionelle Stim­mungs­barom­e­ter. Die Mehrheit von 23% erwartet eine gle­ich­bleibende Umsatzen­twick­lung, knapp jedes dritte Unternehmen eine leichte Steigerung, 50% haben damit eine höhere Erwartung als in 2014. Beim Roher­trag erwartet 45% der Unternehmen keine Verän­derung gegenüber dem Vor­jahr, während die Zahl der Opti­mis­ten von 25% auf 31% gestiegen ist. Anders ist die Erwartung steigen­der Kosten auf 66% gestiegen, was der Defla­tionsver­mu­tung wider­spricht. Das wird durch die Erwartung von 65% der Unternehmen, dass die Ein­stand­spreise steigen, eben­so bestätigt, wie die Tat­sache, dass 60% steigende Verkauf­spreise erwarten.

Abschließend ein Blick auf die ver­mutete Härte des Wet­tbe­werbs: Gle­ich­bleibende Härte erwarten 32%, einen leicht zunehmenden Wet­tbe­werb 18% und eine zunehmende Konkur­renz 50% der Befragten.