Mit der zum 1. Jan­u­ar 2002 in Kraft getrete­nen Schul­drecht­sre­form trat­en in Deutsch­land neue Män­gel­haf­tungs­bes­tim­mungen in Kraft. So liegt schon dann ein Man­gel vor, wenn z.B. die vere­in­barte Beschaf­fen­heit fehlt, ohne dass es auf die Auswirkung der fehlen­den Beschaf­fen­heit auf die Gebrauchs­fähigkeit ankommt. Darüber hin­aus ist es, im Gegen­satz zu Kon­sumgüter­verkäufen an pri­vate End­kun­den, bei Geschäfts­beziehun­gen mit gewerblichen End­ver­brauch­ern möglich, die geset­zliche Män­gel­haf­tung (früher Gewährleis­tung) von 24 Monat­en durch All­ge­meine Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) auf 12 Monate zu verkürzen. Hier ist der Fachver­band GGKA der Auf­fas­sung, dass für eine Verkürzung auf 12 Monate im Bere­ich der Gas­tronomie- und Großküchenausstat­tung keine Notwendigkeit beste­ht und plädiert daher für eine frei­willige Beibehal­tung der zwei Jahre zur Unter­stre­ichung eines qual­i­ta­tiv­en Leis­tungsver­sprechens für hochw­er­tige Pro­duk­te seit­ens der Her­steller. Dies würde eine ver­trauensvolle und part­ner­schaftliche Zusam­me­nar­beit zwis­chen bei­den Mark­t­part­nern zusät­zlich fes­ti­gen. Kurz: Eine frei­willige Aus­dehnung der Frist auf zwei Jahre stärkt das Ver­trauen der Händler und am Ende auch der Kun­den in die Marke und ste­ht für Ehrlichkeit und Zuverlässlichkeit.

Die Män­gel­haf­tung erstreckt sich auss­chließlich auf offen­sichtliche und verdeck­te Män­gel zum Zeit­punkt der Über­gabe bzw. Inbe­trieb­nahme durch den Kun­den. Nur wenn ein Fehler im Sinne der Män­gel­haf­tung vor­liegt, ist dieser kosten­los zu beheben. Die Beweis­last liegt beim Händler.

Dage­gen ist die Garantie keinem Gesetz unter­wor­fen und ist frei­willig. Dieses Leis­tungsver­sprechen, das über die Män­gel­haf­tung hin­aus­ge­ht, wird von den Her­stellern auch unter­schiedlich gestal­tet. Sowohl hin­sichtlich der Garantiefris­ten als auch hin­sichtlich des Umfangs der Garantieleis­tun­gen. Sollte es in dieser Zeit Män­gel geben, so ist im Fall ein­er Garantie ein Ersatz bzw. eine kosten­lose Liefer­ung der Ersatzteile zuge­sagt, häu­fig auch die damit ver­bun­dene Über­nahme der Dien­stleis­tungskosten. Damit dient die Garantieerk­lärung dazu, das Ver­trauen des Kun­den in ein Pro­dukt oder die Her­steller­fir­ma zu stärken

Der Fachver­band hat dazu eine kom­pak­te Infor­ma­tion für seine Mit­glieder aus­gear­beit­et. Enthal­ten ist auch eine Über­sicht, wie die Her­steller die Män­gel­haf­tung umge­set­zt haben und welche Unternehmen mit zwei Jahren Män­gel­haf­tung und einem Jahr Garantie den Forderun­gen des Fachver­ban­des entsprechen. Die Abgabe des Merk­blatts an die Mit­glieder des GGKA-Fachver­ban­des ist kosten­los und kann in der Geschäftsstelle bestellt wer­den. GGKA-Mit­glieder kön­nen das aktuelle und voll­ständi­ge Merk­blatt auch direkt im inter­nen Bere­ich downloaden.

Das Haf­tungsmerk­blatt ist so aufge­baut, dass die Händler es den üblichen Kun­de­nun­ter­la­gen wie Ange­boten, Auf­trags­bestä­ti­gun­gen oder Rech­nun­gen bei­le­gen kön­nen. So sind die Kun­den bestens über die The­matik „Män­gel­rechte“ und Abgren­zung zur „Garantie“ sowie der „Pro­duk­thaf­tung“ informiert. Denn die Begriffe spie­len für Käufer und Verkäufer eine große Rolle und wer­den immer wieder ver­wech­selt, falsch ver­standen oder nicht richtig angewendet.

Her­steller, die sich mit ihren Infor­ma­tio­nen an der Erstel­lung des Merk­blatts beteiligt haben und Förder-Mit­glieder kön­nen das Merk­blatt gle­ich­falls beim Fachver­band bestellen oder im inter­nen Bere­ich darauf zugreifen.